SPD Kornwestheim

 

Kandidaten zum Anfassen und Ausfragen

Veröffentlicht in Presseecho

Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung
vom 24.05.2007

Im Jugendtreff St. Paul"s haben sich die Bewerber um das Oberbürgermeisteramt den Fragen Jugendlicher gestellt

Kornwestheim. Sie dürfen zwar noch nicht den Oberbürgermeister wählen, aber bei einer Amtszeit von acht Jahren werden sich auch die jetzt Minderjährigen noch mit dem Stadtoberhaupt auseinander setzen müssen. Die Kandidaten haben sich ihnen daher gestellt.

Von Birgit Kiefer

Im St. Paul"s, dem Jugendtreff des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) im Paulusgemeindehaus, wollte es ein gutes Dutzend Schüler der drei weiterführenden Schulen von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Rommelfanger und von Ursula Keck, Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mühlhausen, genau wissen. Da blieb kaum ein Thema unberührt.

Natürlich konnte bei einer solchen Gelegenheit auch die Frage der Fragen nicht ausbleiben: "Welche Ihrer Eigenschaften mögen Sie nicht?" Und was empfiehlt jeder Bewerbungsratgeber als Antwort: "Meine Ungeduld." Eine Standardantwort, die beide Kandidaten sofort und hölzern parat hatten. Ansonsten zeigten die beiden bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt nicht allzu viele Gemeinsamkeiten. Die Verkrampftheit eines Vorstellungsgesprächs nahm mit der Zeit etwas ab. Ganz gelöst dann alle bei der Frage: "Was ist ihr Lieblingsgericht?"

Am Gymnasium hat sich die Politik AG die Fragen ausgedacht, an der Realschule haben die Schülersprecher diese Aufgabe übernommen. Von der Hauptschule ist nur ein Vertreter der Einladung zu der Podiumsdiskussion der Agenda 21 und des CVJM gekommen. Um vorab die Frage nach den präferierten Mahlzeiten zu beantworten: Ursula Keck liebt Maultaschen in Brühe mit Kartoffelsalat und grünem Salat, der amtierende Oberbürgermeister mag Spaghetti Bolognese, was jeder Jugendliche wohl gut nachvollziehen kann. Es präsentierten sich den Schülern ansonsten ein "Oberbürgermeister zum Anfassen" (Dr. Ulrich Rommelfanger über sich selbst) und eine Kandidatin, die voll auf ihre "Integrations- und Kommunikationsfähigkeit" (Ursula Keck) setzt.

Anfassen wollten die Jugendlichen die Kandidaten jedoch nicht, aber die Gelegenheit zum verbalen Austausch nutzten sie recht rege. Sie werden zwar nicht die Möglichkeit haben, die Wahl zu beeinflussen, aber ihr Kreuzchen können sie dennoch machen: Bei der U-18-Wahl der Jugendlichen, veranstaltet von der Agenda-Gruppe Jugend und Bildung, eine Woche bevor die richtige Oberbürgermeisterwahl stattfindet.

Die Ergebnisse ihrer Stimmabgabe sollen erst zusammen mit dem offiziellen Wahlergebnis bekannt gemacht werden. "Umfragen dürfen kurz vor Wahlen ja auch nicht veröffentlicht werden", erläuterte Wolfgang Kuttig vom CVJM, "und in Deutschland werden schließlich die Gerichte viel beschäftigt".

Ihre Stimme wird nicht ins Gewicht fallen, dennoch haben die Jugendlichen die zwei Kandidaten besonders kritisch beäugt: "Warum sind Sie der bessere Kandidat?" Ursula Keck dazu: "Ich habe die Kompetenz, um eine Spange zwischen den Institutionen, den Nationen und allen Gruppen der Gemeinde zu sein." Ulrich Rommelfanger dagegen: "Ich kenne die Verhältnisse, die Probleme, die Akteure in der Stadt viel besser."

Der Oberbürgermeister gab sich entspannt, plauderte locker mit den Jugendlichen. Ursula Keck konnte mit Vorschlägen wie Rockkonzerten im Stadion oder Theater unter freiem Himmel punkten. Der OB regte an, einen Jugendgemeinderat ins Leben zu rufen. Ursula Keck hält davon nicht viel. In Mühlhausen gebe es ein solches Gremium, aber "Jugendliche wollen lieber projektbezogen eingebunden werden", sagte die Stuttgarterin - und bekam von den Minderjährigen die Bestätigung. "Wir müssen neue Wege gehen, die die Jugendlichen auch gehen", forderte Keck. Es liege an der Verwaltung, das passende Forum zu finden.

Und wie sieht das ideale Kornwestheim aus? "Das perfekte Kornwestheim wäre eines, in dem alle Bürger an einem Strang ziehen, um die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen", meinte das Stadtoberhaupt. Die Kandidatin träumt dagegen von einem "Netzwerk mit vielen Knoten, in dem jede Person einen Raum und eine Identität hat", und dass dieses Netzwerk tragfähig ist.

"Wir wissen jetzt, was die beiden planen", meinte nach der Veranstaltung Hale Ihtiyar. Die 17-Jährige und ihre Altersgenossen haben sich schon für einen Bewerber entschieden - drei Wochen vor der U18- und viereinhalb Wochen vor der OB-Wahl.

Aktualisiert: 24.05.2007, 06:16 Uhr

 

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