SPD Kornwestheim

 

Sozialarbeit ausbauen

Veröffentlicht in Presseecho

Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung
vom 25.05.2007

OB-Kandidatin Ursula Keck stellt Konzepte für Schulpolitik vor

Kornwestheim. Passgenaue Betreuung und Chancengleichheit - unter diese Überschrift hat Ursula Keck, Bewerberin um das Oberbürgermeisteramt, ihr Konzept für Kornwestheims Schulpolitik gestellt. Elternbeiräten und Schulleitern hat sie ihre Ideen vorgestellt.

Von Gaby Mayer-Grum

Gleiche Chancen auf eine optimale Ausbildung, "unabhängig vom sozialen Umfeld, dem sie entstammen", so sieht für die 43-jährige Verwaltungswirtin Ursula Keck das ideale Schulsystem aus. Jugendliche müssten so gut qualifiziert werden, dass sie nach der Schule ins Berufsleben gehen könnten. "Gelingt uns das nicht, werden diese jungen Menschen nie Teil der Erwachsenengesellschaft." Kommune und freie Träger müssten daher gleichberechtigt "am Bildungskorsett für jeden einzelnen Schüler stricken", sagte Keck. Wo verschiedene Institutionen gemeinsam arbeiteten, müsse die Verwaltungsspitze die Moderatorenrolle übernehmen. "Wir müssen ein Netzwerk schaffen und da sein, wo sich die Jugendlichen befinden."

Wie sich die Konzepte Kecks mit der Haushaltssituation Kornwestheims in Einklang bringen lassen könnten, beschäftigte Elternbeiräte und Rektoren in der anschließenden Diskussion. Die Kommune habe in der Vergangenheit "ordentlich Geld in die Hand genommen" für den Ausbau der Ganztagsbetreuung, sagte Alfred Waldenmaier, Direktor des Ernst-Sigle-Gymnasiums, und wollte wissen: "Könnten wir das unter Ihrer Ägide auch so erwarten, und werden Sie an die denken, die noch hinterherhinken?" Dass der Gemeinderat Geld in die Ganztagsbetreuung gesteckt habe, sei fortschrittlich, antwortete Ursula Keck. "Es ist gut, dass der Gemeinderat diesen Weg geht." Die Betreuung müsse sich künftig noch stärker an der pädagogischen Notwendigkeit orientieren.

Auf Nachfrage von Uhlandschul-Rektor Dr. Roland Bertet unterstrich die 43-Jährige die Bedeutung der Schulsozialarbeit. "Für Lehrer ist der Schulsozialarbeiter ein sehr guter externer Berater und für Kinder eine wichtige Vertrauensperson." Der Einstieg in die Schulsozialarbeit in Kornwestheim über die Hauptschule sei der richtige Weg gewesen. "Aber das kann nicht der Endpunkt sein. Es ist absolut notwendig, das weiter auszubauen." Zumindest stundenweise könne ein Sozialarbeiter auch die übrigen Schulen versorgen, schlug die Bezirksvorsteherin vor. Ein flexibleres System regte sie auch bei der Kernzeitbetreuung an den Grundschulen an: Wer die Betreuung nur zwei- oder dreimal in der Woche in Anspruch nehme, müsse auch nur einen Bruchteil des Preises bezahlen, den eine Elternbeirätin als "sehr, sehr teuer bezeichnete".

Überhaupt nutzten die Beirätinnen und Beiräte die Gelegenheit, Ursula Keck zu schildern, wo der Schuh drückt. Zu wenig Angebote für 14- bis 18-Jährige gebe es in der Stadt, meinte ein Elternbeirat. Sei das Jugendzentrum erst einmal zu, wüssten die Jugendlichen nicht, wohin. "Es fehlt ein Jugendcafé oder eine Disco." Die Öffnungszeiten der Einrichtung könnten optimiert werden, meinte Keck, erinnerte aber auch daran, dass eine Kommune nicht alle Bedürfnisse abfedern könne. "Außerdem genießen Jugendliche ihre nicht organisierte und von Pädagogen gelenkte Freizeit viel mehr." Wo aber sollten sie die in Kornwestheim verbringen?, fragte eine Mutter. "Dafür braucht man freie Ecken, und das ganze Stadtgebiet wird doch zugebaut." Den Beiräten sagte Keck zu, sie im Falle ihrer Wahl stärker in die Entscheidungsfindung einzubinden. Empfehlungen des Gesamtelternbeirats würden in ihre Meinungsbildung einfließen, auch wenn "sie nie Ihre gesamten Vorstellungen wieder finden".

Aktualisiert: 25.05.2007, 06:05 Uhr

 

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